Stimmen Viktorias

Unter dieser Überschrift möchten wir Zug um Zug unsere Aktiven und Trainer zu Wort kommen lassen.

Es geht uns darum, die Menschen unseres Vereins kennenzulernen und ihre Meinung zu verschiedenen Fragen zu hören.

Wir hoffen, auf diese Weise einen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis zu leisten. Das I in ISC soll großgeschrieben bleiben.

 

Folgende Interviews sind bisher erschienen:

Cengiz Dinc vom 30.12.2008

Michael Meyer vom 12.12.2008

Bettina Caglikalp vom 24.11.2008

Tobias Willmroth vom 11.11.2008

Hasan Altunbas vom 07.11.2008

Carola Neumann vom 29.09.2008

Cengiz Koparan vom 31.08.2008

Reinhardt Müller vom 21.08.2008

Margret Steeg vom 05.08.2008

Cengiz Dinc vom 29.07.2008

Hasan Caglikalp vom 28.07.2008

Gabriele Eschebach-Weck vom 21.07.2008

Tobias Willmroth vom 25.06.2008

Hasan Altunbas vom 24.06.2008

Karsten Beckmann vom 24.06.2008

Bettina Caglikalp vom 28.05.2008

Stephan Eschebach vom 22.05.2008

Frank Eickhoff vom 22.04.2008

Carola Neumann vom 08.04.2008

Cengiz Koparan vom 25.03.2008

Cengiz Dinc ist 33 Jahre alt und wohnt in Salzgitter. Er wechselte im Frühjahr 2006 zu Viktoria. Als Center war er am Meistertitel 07 und der Silbermedaille in Paris beteiligt. Cengiz bildet heute den Abschluss unserer Reihe „Stimmen Viktorias“.

 

Bl.com: Cengiz, der erste Teil der Torballsaison ist vorüber. Wie beurteilst Du das Abschneiden des Herrenteams?

Cengiz: Nach dem DM-Titel 07 und der Silbermedaille von Paris 07 konnten wir uns in diesem Jahr nicht weiter steigern. Es war ein

                gutes Jahr für uns, aber nicht überragend. Gerade die LM 08 war Phasenweise schon leicht enttäuschend, trotz Platz 1.

 

Bl.com: Wenn es im Januar wieder losgeht, bleiben etwa zehn Wochen bis zu den Titelkämpfen. Worauf sollte im Training besonderer

                Wert gelegt werden?

Cengiz: Ich denke, wir sollten mehr Zielwurftraining machen. Auch wenn das mit unter langweilig werden kann, aber es ist wichtig. Wir

                treffen gerade im Spiel nicht so oft die Punkte. Außerdem sollte auch in der Abwehr auf das rechtzeitige Verschieben geachtet

                werden. Ganz wichtig: Der Werfer muß noch schneller zurück auf seine Position, damit die Abwehr sofort wieder geordnet ist.

 

Bl.com: Sieger zweifeln nicht – Traumtänzer siegen nicht. Siehst Du Titelchancen für die ISC- Torballteams?

Cengiz: Für die Herren sehe ich die Titelchancen genauso hoch wie im Jahr 08. Wir können jeden in Deutschland schlagen. Das geht

                aber nur, wenn alle miteinander spielen, und jeder jedem vertraut. Bei den Damen ist die Konkurrenz nicht so groß. Sie haben

                noch größere Chancen, Meister zu werden. Allerdings ist dies kein Selbstläufer. Leider muß ich feststellen, das die Damen im

                Training fast nie komplett sind. Gerade die letzten drei Monate gab es nur eine Dame, die regelmäßig da war. Das wird so nicht

                für den Titel reichen. Im neuen Jahr muß die Damenmannschaft richtig powern. Und das nicht nur zwei Wochenenden

                nacheinander, sondern regelmäßig. Nur so sind die Chancen auf den Titel gegeben.

 

Bl.com: Rene Thissen sagt im Kölner Express, Blindenfußball sei ein Spiel für Egoisten. Pässe brächten nichts. Da könne immer ein

                Gegner im Weg stehen. Was hältst Du von dieser Aussage?

Cengiz: Diese Aussage ist es eigentlich nicht wert, kommentiert zu werden. Nur soviel: Er sollte sich mal einige Spiele der Spanier oder

                Engländer anschauen, dort werden auch Pässe gespielt. Fußball ist ein Teamsport, auch unter Blinden. Auf solche Aussagen

                habe ich noch nie etwas gegeben.

 

Bl.com: Der Kopfschutz wird Pflicht in der kommenden Saison. Wie stehst Du dazu?

Cengiz: Ich halte nicht viel davon. Die Zähne schützt das Teil nicht. Das ist eine typische Aktion von Weicheiern.

 

Bl.com: Cengiz, wir wünschen Dir einen schönen Jahreswechsel und bedanken uns herzlich für dieses Gespräch.

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Michael Meyer ist 27 Jahre alt und wohnt in Mellendorf bei Hannover. Im Frühling 2006 kam er zusammen mit Cengiz Dinc zum

ISC Viktoria. Michael gehörte zum Meisterteam 2007 und holte Silber beim Europacup. In diesem Jahr gab es Bronze beim Torball

in Berlin und in der Fußball-Bundesliga. Seine sportliche Vielseitigkeit bezeugen Landestitel im Judo wie in der Leichtathletik. Michael

ist selbständiger Unternehmer in der Computerbranche.

 

Bl.com: Michael, was hat Dich seinerzeit bewogen, von Langenhagen zu Viktoria zu wechseln?

Michael: Es wäre hier der falsche Ort, diese Frage detailiert zu beantworten, aber ich will es trotzdem versuchen. Der Vorstand, dem

                 ich selbst angehörte, hatte in vielen entscheidungen an sich gedacht und dass konnte ich so nicht mittragen. Die sportliche

                 Perspektive war auch nicht mehr gegeben und ich wollte nur noch Spieler sein und meine Kraft nur noch in den Dienst einer

                 Mannschaft stellen. Da ich hier die Mannschaft kannte, fiel mir die entscheidung nicht schwer. (Es floss kein Geld)

 

Bl.com: Der erste Teil der Torballsaison ist vorüber. Wie beurteilst Du das Abschneiden des Herrenteams?

Michael: Wir haben uns auf der LM nicht mit Ruhm bekleckert, aber wir haben gewonnen. Ein gutes Team gewinnt auch, wenn es

                 schlecht spielt. Mit dieser Leistung werden wir auf der DM gnadenlos untergehen und darum müssen wir die Fehler so schnell

                 wie möglich abstellen. Da muss jeder bei sich selbst anfangen und sich noch mehr darauf konzentrieren, sich in den Dienst der

                 Mannschaft zu Stellen. Wir sind als Mannschaft nur stark.

 

Bl.com: Wenn es im Januar wieder losgeht, bleiben etwa zehn Wochen bis zu den Titelkämpfen. Worauf sollte im Training besonderer

                Wert gelegt werden?

Michael: Mann sollte diese zehn Einheiten in Drei Themen gliedern: 1: Genauigkeit im Angriff, 2. Konzentrationsübungen, um die

                 Konstanz wieder zu gewinnen, 3. der Spass muss gefördert werden.

 

Bl.com: Sieger zweifeln nicht – Traumtänzer siegen nicht. Siehst Du Titelchancen für die ISC-Torballteams?

Michael: Ich denke das wir in beiden Sportarten wieder eine Medaille holen werden, welche hängt von der Tagesform ab. Als Sportler

                 würde ich sagen, wir holen Zweimal Gold. Bei den Frauen denke ich, dass sie auf jeden fall eine Medaille holen werden.

 

Bl.com: Rene Thissen sagt im Kölner Express, Blindenfußball sei ein Spiel für Egoisten. Pässe brächten nichts. Da könne immer ein

                Gegner im Weg stehen. Was hältst Du von dieser Aussage?

Michael: Ich finde es gut, dass unsere Gegner so denken, dass macht uns die Sache leichter. Wenn ich so einen Spieler mit so einer

                 Meinung in meinen Team hätte, würde ich sofort mit dem Coach und der Mannschaft sprechen. Ein Stürmer muss ein bisschen

                 Egoismus haben, um die Tore zu schiessen. Aber ein Abwehrspieler wie er es ist, der technisch Defizite hat, sollte mit so einer

                 Äußerung vorsichtig sein.

 

Bl.com: Der Kopfschutz wird Pflicht in der kommenden Saison. Wie stehst Du dazu?

Michael: Ich finde, diese Entscheidung sollte jeder Spieler für sich treffen dürfen. In der letzten Saison gab es meines wissens nach nur

                 einen gravierenden Unfall. Wenn sich jemand das nächste Mal den Zee bricht, müssen wir dann mit Eisenschuhen spielen?

                 Dieses Risiko geht doch jeder ein, wenn er diesen Sport betreibt. Man sollte lieber darauf achten, ob die Start- und

                 Gesundheitspässe in Ordnung sind.

 

Bl.com: Michael, wir wünschen Dir baldige Gesundung Deines Fußgelenks, einen schönen Jahreswechsel und bedanken uns herzlich für

                dieses Gespräch

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Bettina Caglikalp gehört zu den Gründerinnen des ISC Viktoria und wurde im August für drei weitere Jahre als Kassiererin gewählt.

Aktiv ist die 47jährige Dortmunderin im Silberteam der Torball-Damen des ISC und stand im vergangenen Jahr auf dem Treppchen

bei der Weltmeisterschaft.

 

Bl.com: Bettina, im letzten Gespräch gabst Du Deiner Hoffnung Ausdruck, dass alle Torballerinnen sich „voll reinhängen“. Haben die

                ersten fünfzehn Wochen der neuen Saison Deine Hoffnung genährt?

Bettina: Dieser Wunsch ist leider nicht ganz in Erfüllung gegangen. Dabei möchte ich keiner Spielerin mangelnden Einsatzwillen

                unterstellen. Manchmal haben berufliche oder familiäre Gründe die eine oder andere an der Teilnahme am Training gehindert.

                Ich selbst musste in der letzten Zeit krankheitsbedingt leider viel zu oft passen. Wenn wir aber beim Training ein vollständiges

                Team stellen konnten, waren deutliche Verbesserungen im Spiel zu erkennen.

                Es ist wie immer: Man kann das Optimum erhoffen und muss mit dem arbeiten, was tatsächlich zur Verfügung steht.

 

Bl.com: Wie beurteilst Du das Abschneiden des Damenteams in Braunschweig und Hasselt?

Bettina: Hasselt lief für unser Frauenteam insgesamt ganz gut. Wie immer hatten wir diese Spiele, nach deren Ende man sich fragt,

                warum das eine oder andere schief ging, aber in anderen Spielen haben wir sehr gute Leistungen gezeigt. Braunschweig war

                ein Herrenturnier und wir wurden heftig abgeschossen. Wir haben uns aber trotzdem nicht aus der Ruhe bringen lassen und

                immer bis zum Schluss gekämpft.

 

Bl.com: Gabi ist nun ein Jahr bei uns. Seit Ihr ein echtes Team geworden?

Bettina: Mit Gabi zu spielen macht sehr viel Spaß. Sie ist voll engagiert und bereichert das Team, wann immer sie dabei ist. Wir

                verstehen uns auf dem Feld und sie hat unsere Spielweise sehr gut verinnerlicht. Mit ihr erhoffe ich mir viel von der Mannschaft

                bei der DM.

 

Bl.com: Es liegt ein Vorschlag auf dem Tisch, sehende Spieler/innen auf Torballmeisterschaften zuzulassen. Was hältst Du davon?

Bettina: Grundsätzlich bin ich immer für neue Ideen zu haben. Mir fallen keine Gründe ein, warum das nicht funktionieren sollte. Das

                Beste wäre daran, dass es vielleicht wieder mehr Damenmannschaften in Deutschland geben könnte und die Attraktivität

                unserer Sportart würde hierdurch deutlich höher werden. Wir sollten den Schritt durchaus versuchen.

 

Bl.com: Als Kassiererin müssen wir Dich das fragen. Wie siehst Du die finanzielle Entwicklung des ISC Viktoria?

Bettina: Ich muss sagen, ich bin sehr positiv überrascht. Wir haben inzwischen ein wunderbares Team in unserem Vorstand, das mit

                Volldampf und vielen tollen Einfällen am Sponsoring und an werbewirksamen Maßnahmen arbeitet, sodass wirklich viele

               Einnahmen zu verbuchen sind, die uns Raum zum atmen verschaffen. Ich habe gelernt, dass man sich immer wieder öffentlich

               präsentieren muss, um auf sich aufmerksam zu machen und dabei macht Kleinvieh auch Mist.

 

Bl.com: Vor einigen Wochen hast Du die Fußballpräsentation in der Dortmunder Fußgängerzone miterlebt. Wie war das für Dich

                persönlich?

Bettina: Erstmal habe ich großen Respekt vor dem Engagement, mit dem diese Veranstaltung vorbereitet und durchgeführt wurde. Ich

                durfte miterleben, wieviel Arbeit und Zeitaufwand in diese Sache durch Helfer und Mitspieler investiert wurde und es hat mich

                gefreut, wie die Sache angekommen ist. Erstaunlich viele Leute sind stehen geblieben und haben sich die Präsentation

                angesehen. Auch die attraktiven Künstler, die für das Rahmenprogramm verpflichtet werden konnten, haben sehr zum Gelingen

                beigetragen. Insgesamt fand ich persönlich die Sache sehr spannend und habe mich keine Sekunde gelangweilt.

 

Bl.com: Welche Bedeutung hat die Veranstaltung für den Verein?

Bettina: Dieses Ereignis war sehr wichtig, uns und vor allem den Blindenfußball bekannt zu machen. Wenn den Sehenden etwas nicht

                mehr so fremdartig vorkommt, können sie viel besser damit umgehen und eine gewisse Normalität kehrt ein. Welche Bedeutung

                diese Performance letztendlich hat, wird sich in der Zukunft zeigen.

 

Bl.com: Hättest Du Dir zum Jahresausklang eine Art LM gegen das BSSV-Damenteam gewünscht?

Bettina: Ich hätte mir auf alle Fälle ein Turnier mit beteiligten Damenmannschaften gewünscht. Die Erfahrungen, die man da sammelt,

                sind immer sehr wichtig, wenn man hauptsächlich gegen Herren spielt.

 

Bl.com: Bettina. herzlichen Dank für dieses Gespräch.

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Tobias Willmroth ist Geschäftsführer des ISC Viktoria. Seine Aufgaben sind vielfältig. Über die Vorstandsarbeit hinaus begleitet er das Torballtraining als Schiedsrichter. Eine Vielzahl von Turnierfahrten hat er durch seine Begleitung bereits bereichert.

 

Bl.com: Tobias, langsam geht das Sportjahr zu Ende. Zwei Torballturniere fanden in eigener Halle statt. Bist Du mit dem Verlauf der

                Veranstaltungen zufrieden?

Tobias: Wenn ich die Turniere aus organisatorischer Sicht beurteilen soll, dann ja. Wir hatten fleißige Hände aus unserem Umfeld, die

               das Drumherum wie immer TOP im Griff hatten. Sportlich gesehen lief es, wenn man rein das Endergebnis betrachtet, auch gut.

               Sieht man etwas genauer hin, muss man eingestehen, dass die Torballer vom BSSV stark aufgeholt haben. Bis zur DM muss

               unsere 1. Mannschaft noch an sich arbeiten, damit am Ende nicht wieder um den Turniersieg gebangt werden muss, wobei das

               für den neutralen Zuschauer wahrscheinlich spannender wäre. Für die Mixed-Mannschaft war beim Ruhrpott wohl nicht mehr drin,

               dafür haben sie zu wenig zusammen gespielt und teilweise auch Trainingsrückstand. Für unsere zweite Mannschaft wäre beim

               BSNW-Pokal auch mehr drin gewesen, wäre das Team eingespielter gewesen. Aber ein dritter Platz war dafür, dass sie zum

               ersten Mal in dieser Konstellation zusammen gespielt haben, durchaus beachtlich!

 

Bl.com: Mit der Präsentation in der Fußgängerzone betrat der ISC Neuland. Siehst Du die Veranstaltung als einmalig oder eher als

                richtungweisend für künftige Events?

Tobias: Das war sicherlich ein Kraftakt und eine tolle Leistung von Thorsten Peitzmeier, die Veranstaltung in diesem Rahmen

               durchzuführen. Ich will nicht ausschließen, dass auch in Zukunft der ISC ähnliche Events plant, auf Grund der Logistik wird sich

               eine Veranstaltung wie am 15.10. kaum mehr als einmal im Jahr realisieren lassen.

 

Bl.com: Wie beurteilst Du z.B. die Bemühungen, die deutsche Meisterschaft 2009 etwas öffentlichkeitswirksamer zu gestalten?

Tobias: Es ist definitiv begrüßenswert, dass auch mal der Torball ins Licht der Öffentlichkeit gerückt wird. In letzter Zeit konnten wir ja

                leider in der Hauptsache nur durch Fußball auf uns aufmerksam machen. Die Erfolge im Torball blieben größtenteils

                unwahrgenommen. Daher ist es allemal ein Versuch wert, die Torball-DM zum Anlass zu nehmen, auch diesen interessanten

                Sport populärer zu machen.

 

Bl.com: Sportlich gab es einige gute Platzierungen nach der Sommerpause, aber auch durchwachsene Turniere. Wie beurteilst Du den

                Leistungsstand des Torball-Herrenteams nach der siegreichen NRW-Meisterschaft?

Tobias: Wie ich schon weiter oben angemerkt hatte, ist es notwendig, dass unsere Jungs noch eine Schüppe drauf legen, um bei der DM

                bestehen zu können. Wenn es im NRW-Vergleich schon so knapp ist, wird es bei der DM sicherlich nicht einfacher.

 

Bl.com: Du hast das Damenteam in Hasselt betreut. Wo liegen die Chancen der Damen, im März Meister zu werden?

Tobias: Ein großes Plus bei den Damen ist, dass sie im Training hauptsächlich nur Männer als Gegner haben. Eine bessere

               Vorbereitung können sie gar nicht bekommen. Und was dabei raus kommt, hat der dritte Platz in Hasselt gezeigt. Wer

               international schon so gut abschneidet, hat alle Chancen bei der DM um den Titel mitzuspielen. Voraussetzung dafür ist natürlich,

               dass das Team - und damit meine ich alle 5 Frauen - bis zum März möglichst oft und möglichst komplett zusammen trainiert.

 

Bl.com: Als Geschäftsführer hast Du sicher auch das Bild Viktorias in der Öffentlichkeit im Blick. Der ISC war viel in den Medien

                vertreten. War dies nur ein gutes Jahr oder etablieren wir uns als Aushängeschild des Behindertensports in Dortmund?

Tobias: Ich glaube, wir sind mittlerweile auf einem sehr guten Weg, von den Medien und somit von der Öffentlichkeit wahrgenommen zu

               werden. Beispiele dafür sind die stündliche Berichterstattung am 10.11. in den Lokalnachrichten von Radio 91,2 über unseren

               Torball-Landesmeistertitel oder dem Portrait über uns in dem im Dezember erscheinenden Buch „Das ist Dortmund“. Dies sind

               zwei Beispiele dafür, dass wir auch ohne eigene Aktivität von vielen Seiten wahrgenommen werden. Veranstaltungen wie am

               Tag des weißen Stockes tragen natürlich noch zusätzlich dazu bei. Trotzdem ist am Ende nur eins entscheidend, womit wir

               wirklich den Fokus der Öffentlichkeit auf uns ziehen können - und das sind die Erfolge!

 

Bl.com: Der Fußball hatte Pause, gewinnt nun aber wieder an Bedeutung. Kannst Du Dir vorstellen, dass Team im kommenden Jahr zu

                den Spieltagen zu begleiten?

Tobias: Ich will es nicht ausschließen, will es aber auch an dieser Stelle nicht versprechen.
               Sollte ich das Team begleiten, dann ausschließlich in meiner Rolle als Betreuer, als Rufer werde ich definitiv nicht zur Verfügung

               stehen.

 

Bl.com: Tobias, herzlichen Dank für dieses Gespräch.

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Obwohl er gerade erst 18 Jahre alt ist, hat Hasan Altunbas schon einiges mit dem ISC Viktoria erlebt: den Torball-Europacup in Paris auf Rang zwei oder die erste Bundesligasaison der Fußballer mit sieben Treffern. Hasan ist Schüler in Soest und wohnt in Dortmund.

 

Bl.com: Hasan, seit Anfang August hat der ISC wieder mächtig losgelegt. Sechs Turnier- und drei Lehrgangswochenenden liegen hinter  

                uns. Wie geht es Dir so kurz vor der LM?

Hasan: Mir geht es Körperlich soweit ganz gut und ich freue mich, mit der 2. Mannschaft auf der LM antreten zu können.

 

Bl.com: Beim BSNW-Cup warst Du erstmals Kapitän eines ISC-Teams. Wie war das für Dich?

Hasan: Ich kann auf jeden fall sagen, dass es eine weitere wichtige Erfahrung für mich war. Zuerst hatte ich einige bedenken, aber zum

              BSNW-Cup war ich mir sicher, dass ich diese Verantwortung bewältigen könnte und traue mir das auch auf der LM zu. Solange

              mir diese Aufgabe zugetraut wird, denke ich, dass ich das einigermaßen gut hinbekommen habe und ich das noch gut

              hinbekommen werde - mit der Unterstützung meiner Mannschaft natürlich.

 

Bl.com: In Gelsenkirchen spielst Du in Team Viktoria II. Welche Chancen gibst Du Eurer Mannschaft?

Hasan: Wenn wir uns zusammenreißen und alle an einem Strang ziehen, bin ich mir sicher, dass wir es bis zur Nordrunde schaffen

               könnten. Aber wie gesagt, dass Mannschaftsgefühl muss da sein und das Vertrauen zueinander.

 

Bl.com: Fast genau nach einem Jahr fährst Du wieder nach Paris. Worin hast Du Dich torballerisch seither am meisten verbessert?

Hasan: Ich denke, dass ich langsam lerne, das Gegnerische spiel zu lesen und zu erkennen. Nach einem Tiefpunkt nach der Pause bin

               ich wieder dabei meine Abwehr zu verstärken, was für einen Mittelspieler sehr wichtig ist. Ohne eine vernünftige Abwehr gewinnt

               man kein Spiel.

 

Bl.com: Kommen wir zum Fußball. Wie siehst Du den Leistungsstand des Teams im Rückblick auf das Testspiel in Marburg?

Hasan: Ich finde, es ist gut gelaufen, wenn man bedenkt, dass sich die Marburger auf das Spiel vorbereitet und wir kein Fußballtraining

              davor hatten. Ich bin mit dem 1:1 zufrieden, obwohl die Möglichkeit bestand, mit einem 6-Meter den Siegtreffer zu erzielen. Trotz

              allem war es ein faires Spiel und hat eine menge Spaß gemacht.

 

Bl.com: Es kam der Tag des weißen Stockes in Dortmunds Fußgängerzone. Hattest Du Lampenfieber wegen all der Zuschauer? Wie

                war der Tag für Dich?

Hasan: Ein einmaliges Erlebnis, ich war nicht sehr aufgeregt, ich hab es einfach auf mich zukommen lassen. An diesem Tag ging es

               darum, den Blindenfußball zu demonstrieren und sich nicht vor allem als super Spieler zu beweisen. Deswegen habe ich mich    

               nicht geärgert, wenn einiges nicht so gut gelaufen ist und hab es locker gesehen.

 

Bl.com: Als junger Spieler sollte Dich Uli Pfisterer im Visier haben. Hast Du Lust, demnächst einmal für Deutschland zu spielen?

Hasan: Darüber kann ich noch nichts sagen. Erstens weiß ich nicht, ob ich überhaupt ausgewählt werde und zu dem kommt noch, dass

               ich zu Schule gehe. Solange ich keinen festen Job und eine feste Ausbildung habe, kann ich noch nichts dazu sagen.

 

Bl.com: Soest hat nun einen eigenen Kunstrasenplatz. Glaubst Du, sie werden dort viel Fußball spielen?

Hasan: Ich bekomme schon mit, dass in den Pausen gespielt wird und zweimal die Woche wird dort auch Blindenfußball gespielt. Man

               müsste es abwarten, wie es sich dort entwickelt.

 

Bl.com: Hasan, vielen Dank für dieses Gespräch.

Hasan: Ich bedanke mich ebenfalls!!!

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Heute kommt Carola Neumann ein zweites Mal zu Wort. Die 41jährige Dortmunderin ist im März mit unserem Team deutsche Vizemeisterin im Damen-Torball geworden und holte im vergangenen September die Bronzemedaille bei der WM in Österreich.

 

Bl.com: Carola, ein kurzer Rückblick auf Fußball. Wie hat Dir die Saison gefallen?

Carola: Die Blindenfußballsaison war für unsere Mannschaft mit dem 3. Platz sportlich erfolgreich verlaufen. Hier bei uns wurden ja

               immerhin auch 2 Spieltage durchgeführt, die richtig gut verlaufen sind. Für den einen oder anderen Spieler führte diese

               Organisation dann natürlich auch zu einer Doppelbelastung.

               Haben sie aber alle gut weggesteckt und gute Ergebnisse erzielt. Schließlich kam ja noch Pech mit einem der Schiedsrichter

               dazu und ein Spieler ist ja auch vorzeitig nach einer schweren Verletzung wieder angetreten. Der Zuschauerzuspruch war doch

               auch enorm, überhaupt das öffentliche Interesse.

 

Bl.com: Es folgte Anfang August die Jahreshauptversammlung. Wie beurteilst Du als Mitgründerin die Situation des Vereins?

Carola: Die Situation in unserem Verein ist aus meiner Sicht sehr positiv. Es gibt sehr motivierte und engagierte aktive Sportler, Trainer

               und Betreuer. Ein anspruchsvolles Training wird regelmäßig durchgeführt, von kompetenten und motivierten Trainern und aktiven

               Sportlern vorbereitet und organisiert.

               Immerhin reisen einige Spieler hunderte von Kilometern an. Ganze Familien von Aktiven werden in den Turnier- und

               Vereinsbetrieb mit eingebunden.

               Das muß ja einen Grund haben. Auch das wir in der glücklichen Lage sind, immer wieder junge Spieler zu motivieren, freut mich

               persönlich wirklich. Da haben andere Vereine wirklich Schwierigkeiten. Hier funktioniert aber auch das Umfeld, in Kirchderne

               haben wir jetzt einen festen Platz eingenommen.

               Ich bin wirklich sehr zuversichtlich, was die Zukunft vom ISC Viktoria Dortmund-Kirchderne betrifft!

 

Bl.com: Hast Du Ideen, wie wir den Kreis unserer Helfer über Kirchderne hinaus ausdehnen können?

Carola: Der Tag des weißen Stockes am 15. Oktober ist da bestimmt eine sehr gute Idee, wenn auch nicht von mir :-) Ein Tag der

               offenen Tür kann da vielleicht auch nochmal etwas bewirken, wenn man ihn ein bißchen anders durchführen könnte. Inzwischen ist

                ja auch die Politik in Dortmund auf uns aufmerksam geworden, dann werden es doch auch noch andere Menschen! Ich werde

               mich persönlich immer wieder um Kontakte bemühen, es ist aber auch ein

               Geduldsspiel und man muß hartnäckig bleiben - und am besten erfolgreich, das wirkt meistens ja auch.

 

Bl.com: Wie gut läuft Deiner Meinung nach die Informationsweitergabe im Verein?

Carola: Zu 90% läuft die Informationsweitergabe bei uns richtig gut. Wenn es mal nicht klappt, liegt es an technischen Problemen oder an

               dem einen oder anderen selber. Es ist aber wirklich gut geworden, ich bin damit sehr zufrieden.

 

Bl.com: Zwei Lehrgänge und ein Turnier sind absolviert. Wie beurteilst Du das Damenteam im Vergleich zum September 2007?

Carola: Wir sind durch Gabi Eschebach-Weck maßgeblich verstärkt, nicht nur sportlich. Das Damenturnier am vergangenen

               Wochenende in Belgien lässt berechtigte Hoffnungen zu, dass wir gut gerüstet sind für die Deutsche Meisterschaft in eigener

               Halle, auch wenn es noch einiges zu verbessern gibt. Die Stimmung ist aber richtig gut, das ist doch eine wichtige

               Voraussetzung.

 

Bl.com: Was ist Dein Ziel für die DM in eigener Halle?

Carola: Wir sind die letzten beiden Jahre Vizemeister geworden. Diesen Titel möchte ich ja nicht immer verteidigen :-) Nein, ich möchte

               mit dieser Mannschaft Deutscher Meister werden, in Dortmund, in eigener Halle vor den eigenen Freunden und vielen, die Torball

               bis dahin noch nicht kennengelernt haben.

 

Bl.com: Die Abteilung Tor- & Goalball möchte sehende Spieler/innen, eine/n pro Team, auch auf Meisterschaften zulassen. Was hältst

                Du von dieser Idee?

Carola: Diese Idee ist zumindest ein Versuch, dass Meisterschaften wieder möglich werden für das eine oder andere Team in

               Deutschland, das nur noch mit Hilfe von Spielgemeinschaften teilnehmen konnte. Bei den Damen ist diese Entwicklung ja sehr

               deutlich. Mit einer Ergänzung durch sehende Spieler ist ja dann auch das Training wieder regelmäßiger durchführbar. Wenn es

               bei der Regelung bleibt, einer Pro Team, kann man das doch versuchen. Es wird nur später bei internationalen Wettbewerben ja

               nicht mehr möglich sein, diesen Spieler einzusetzen. Man sollte doch jeden Versuch wagen, den Torballsport so attraktiv wie     

               möglich zu gestalten und zu erhalten.

 

Bl.com: Wie beurteilst Du den sportlichen Leistungsstand des Herrenteams?

Carola: Die vielen guten Erfolge in den letzten Monaten zeigen, dass die Herren "gut drauf" sind. Konkurrenz belebt das Geschäft, und

               die jungen Spieler drängen sich auf und sind mit großer Motivation und Leistungsbereitschaft dabei. Das erhöht das Niveau noch

               spürbar. So werden dem Trainer immer wieder neue Optionen ermöglicht, was den Leistungsstand noch wieder erhöht. Das ist

               auch notwendig, um bei der Deutschen Meisterschaft ein Wörtchen um den Titel mitreden zu können.

 

Bl.com: Wünschst Du Dir eine Weihnachtsfeier zum Jahresabschluss?

Carola: Es muß keine Weihnachtsfeier im klassischen Sinne sein. Vor Weihnachten gibt es da ja immer Terminprobleme. Wenn wir, wie

               schon einmal vorgeschlagen wurde, eine "Winterfeier" durchführen würden, sind wir da etwas flexibler beim Termin und es hätte

               doch denselben Effekt. Aber natürlich habe ich auch nichts gegen eine Weihnachtsfeier.

 

Bl.com: Carola, herzlichen Dank für dieses Gespräch.

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Cengiz Koparan kommt heute ein zweites Mal zu Wort. Seit seinem ersten Interview vor fünf Monaten erreichte er mit unserem Fußballteam Rang drei in der Bundesliga und belegte mit seiner Torballmannschaft des BSSV Dortmund einige vordere Plätze bei Einladungsturnieren.

 

Bl.com: Cengiz, ein Vierteljahr ist ins Land gezogen. Hat Dir die erste Fußballsaison die Freude gebracht, die Du Dir erhofft hattest?

Cengiz: Auf jeden Fall! Ich hatte sehr viel Spaß und konnte zum Genuss kommen, wie jeder andere auch Fußball spielen zu können.

                Überrascht und dementsprechend auch gefreut hat mich, dass ich in allen sieben Ligaspielen 50 Minuten durchspielen konnte.

                Hoffentlich kann ich das in der kommenden Saison wiederholen!

 

Bl.com: War es nur das eine Tor, das Marburg zu viel ins Viktoriator schoss oder siehst Du tiefer liegende Gründe dafür, dass es zum

                Meister nicht reichte?

Cengiz: Es gibt tiefer liegende Gründe. Es geht schon damit los, dass die SSg Blista jede Woche trainiert. Das haben wir erst einmal

                nicht. Wegen des Torballs und wegen der anliegenden Saison, kommt es öfters vor, dass wir Wochen lang kein Fußball

                trainieren können. Daher müssen wir immer wieder von vorne beginnen. Zudem haben die Blistaner bessere

                Trainingsmöglichkeiten, wie z. B. einen Trainingsplatz auf dem Hallendach.Finanziell sind sie natürlich auch im Vorteil, da sie

                eine Einrichtung wie die Blista hinter sich haben. So ist es für sie kein Problem, z. B. ein

                Trainingswochenende in einer Sportanlage zu verbringen. Aber ich sehe, dass der ISC viel Zeit und Arbeit investiert und viel für

                die Zukunft macht.

                Wenn wir einen Platz draussen bekommen werden, dann haben wir auch ähnliche Trainingsbedingungen.

 

Bl.com: Beim ISC liegt der Schwerpunkt zur Zeit auf Torball. Bedauerst Du das?

Cengiz: Manchmal! Aber ich kann auch nicht böse sein, da das vollkommen normal ist. Es gibt im Jahr Zeiten, da hat der Torball

                Vorrang. Ist bei mir auch so.

 

Bl.com: Wie sehen Deine sportlichen Ziele für das kommende halbe Jahr aus?

Cengiz: Also im Fußball möchte ich meine Leistung abrufen und wenn es möglich ist, mich natürlich verbessern. Ferner möchte ich meine

                Spielweise erweitern, indem ich offensiver werde. Denn nur abzuwehren, zu blocken und zu stören reicht nicht. Wenn ich das

                alles oder einen Teil schaffen könnte, bin ich zufrieden und kann optimistisch in die nächste Saison starten. Im Torball möchte ich

                mich mit dem BSSV Dortmund für die deutsche Meisterschaft in Dortmund qualifizieren.

 

Bl.com: Wie beurteilst Du das aktuelle Verhältnis zwischen ISC und BSSV?

Cengiz: Besser als vor ein paar Jahren, aber immer noch nicht gut. Ob es überhaupt dazu kommen wird, weiß ich nicht. Dafür machen

                die beiden Vereine zu wenig und möchten auch nichts tun.

 

Bl.com: Am Tag des weißen Stockes wagt sich Viktoria sehr weit in die Öffentlichkeit vor. Was erwartest Du von diesem Tag für den

                Verein?

Cengiz: Der Verein wird sich wieder präsentieren und für Bekanntheit sorgen. Ob dabei neue Aktive heraus springen, weiß ich leider

                nicht. Die Menschen sind faul und deshalb ist es nicht so einfach. Es werden viele Firmen und Medien da sein. So ist es möglich,

                dass der Verein neue Fördermitglieder bekommt und ggf. Sponsoren!

 

Bl.com: In NRW gibt es derzeit vier Fußballteams. Was geht Dir durch den Kopf, wenn Du diese in Deutschland einmalige Situation

                betrachtest?

Cengiz: Das ist klasse! So dürfte es weniger Probleme geben, Freundschaftsspiele zu planen, da die geografische Nähe geeignet ist.

                Wer weiß, vielleicht gibt es bald auch einen NRW-Pokal. Ich wünsche mir, dass diese vier Vereine langfristige Arbeit leisten und

                somit den Blindenfußball auf den Beinen halten.

                NRW ist ein großes Bundesland und deshalb ist es wichtig, dass es viele und noch mehr Vereine gibt.

 

Bl.com: Cengiz, herzlichen Dank für dieses zweite Gespräch.

Cengiz: Ich bedanke mich auch und sage venimos!!!

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Reinhardt Müller ist 64 Jahre alt und war Gewichtheber bei SuS Derne. Beruflich war er als selbständiger in der Autoersatzteil- und Zubehörbranche tätig.

 

Bl.com: Reinhardt, hattest Du schon einmal Kontakt zu blinden Menschen, ehe Du Bettina und Hasan kennenlerntest?

Reinhardt: Ja, mein ehemaliger Cousin ist durch eine Krankheit erblindet, aber ich hatte keine intensiven Kontakte.

 

Bl.com: Ist Dir vor Deiner ISC-Zeit Blindensport schon einmal in Fernsehen oder Zeitung begegnet?

Reinhardt: Nein!

 

Bl.com: Was war Dein erstes Torballerlebnis?

Reinhardt: Der Ruhrpott.

 

Bl.com: Schaust Du Dir lieber Damen- oder Herrenspiele an?

Reinhardt: Beides.

Bl.com: In den drei Jahren seiner Existenz ist der Verein gewachsen und hat den Fußball ins Programm genommen. Wie beurteilst Du

                diese Entwicklung?

Reinhardt: Im Grunde sehr gut, obwohl mein Herz an Torball hängt.

 

Bl.com: Hältst Du Blindenfußball mittlerweile für eine ernstzunehmende Sportart?

Reinhardt: Ja.

 

Bl.com: Einige Male bist Du auch mit uns gereist, zum Teil als Coach. Gibt es ein Erlebnis, das am eindrucksvollsten war?

Reinhardt: Ja, die Deutsche Meisterschaft 2007 in München, als unsere Herren Meister und die Damen Vizemeister wurden, obwohl im 

                     Vorfeld beiden Teams kaum eine Chance eingeräumt wurde.

 

Bl.com: Hast Du das Gefühl, Deine Arbeit für Viktoria wird von den Aktiven hinreichend gewürdigt?

Reinhardt: Das möchte ich nicht beurteilen.

 

Bl.com: Wie wird der ISC von den Bewohnern Kirchdernes wahrgenommen und beurteilt?

Reinhardt: Dank intensiver Werbung von einigen Mitgliedern ist der bekanntheitsgrad gestiegen und hat mittlerweile einen hohen

                     Stellenwert.

 

Bl.com: Für einen Tip zur DM ist es zu früh. Glaubst Du, dass die Torball-Herren wieder Landesmeister NRW werden?

Reinhardt: Im Prinzip ja, aber die Aktiven müssen sich wieder auf ihre Stärken besinnen.

 

Bl.com: Reinhardt, herzlichen Dank für dieses Gespräch.

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Margret Steeg ist 66 Jahre jung. Sie wohnt in Dortmund-Kirchderne und hatte dort bis 1999 einen Friseursalon. Als begeisterter Fan und

Fördermitglied hat sie sich 2006 an den ISC angeschlossen. Sie begleitet den Club gerne zu diversen Wettkämpfen.

 

Bl.com: Margret, hattest Du schon einmal Kontakt zu blinden Menschen, ehe Du Bettina und Hasan kennenlerntest?

Margret: Nein, Bettina und Hasan waren die ersten.

 

Bl.com: Ist Dir vor Deiner ISC-Zeit Blindensport schon einmal in Fernsehen oder Zeitung begegnet?

Margret: Über Blindensport hatten wir noch nie etwas gehört oder gesehen.

 

Bl.com: Was war Dein erstes Torballerlebnis?

Margret: Ein Torballtraining in der Kirchderner Turnhalle.

 

Bl.com: Schaust Du Dir lieber Damen- oder Herrenspiele an?

Margret: Ob Damen- oder Herrenspiele ist gleich, ich bin von beiden begeistert.

 

Bl.com: Hast Du Ideen, wie wir den Torballsport populärer machen können?

Margret: Tag der offenen Tür, mit frühzeitigen Medien-Hinweisen und Mundpropaganda.

 

Bl.com: In den drei Jahren seiner Existenz ist der Verein gewachsen und hat den Fußball ins Programm genommen. Wie beurteilst Du

                diese Entwicklung?

Margret: Dadurch wird der Blindensport noch interessanter.

 

Bl.com: Einige Male bist Du auch mit uns gereist. Gibt es ein Erlebnis, das am eindrucksvollsten war?

Margret: Ja, die DM in München. Unsere Herren wurden deutscher Meister und die Damen Vizemeisterinnen.

 

Bl.com: Zwei kleinere Turniere und die deutsche Mei